Der Raum vom Fliegen

Inszenierung BER

Die Pop-up-Ausstellung in der Ebene U1 des Terminal 1 wird bewusst in einem Raum inszeniert, der einen gewissen rauen Charme versprüht: industriell-funktionales Ambiente mit harten, massiven Materialien, zweckgebunden und dabei unfertig und undekoriert. Dies spiegelt einerseits die populäre Vorstellung vom BER und ist andererseits ein wesentliches Charakteristikum dieses Sozialraums: Ein Flughafen wird Jahrzehnte im Voraus geplant, ist niemals fertig, ständigem Wandel unterworfen und dabei doch massiv, haltbar und auf lange Dauer unter größter Beanspruchung ausgelegt.

Der Raum vom Fliegen

Eine Ausstellung der Kulturprojekte Berlin GmbH in Zusammenarbeit mit der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH.

Terminal 1
Willy-Brandt-Platz
12529 Schönefeld

Lageplan Ausstellung am BER

Flughafen Tempelhof

Die Anfänge

Anhand eines Zeitstrahls, der sich durch die gesamte Ausstellung zieht, werden die wichtigen Ereignisse der Geschichte des Fliegens in Berlin-Brandenburg dargestellt: von der ersten Schaufahrt eines gasgefüllten Fesselballons 1788 über die Flugversuche Otto Lilienthals, die Entstehung des Flugplatzes Johannisthal 1909 und den ersten wirklichen Verkehrsflughafen der Welt, nämlich Tempelhof 1923.

Infrastruktur und Stadtentwicklung

Stadtgeschichtliche Bedeutung

Thematisiert wird auch der Ost-West-Konflikt, der fluggeschichtlich weit mehr als die Konkurrenz zwischen Tegel und Schönefeld oder Flugzeugentführungen nach Tempelhof. Und schließlich muss nach der stadtgeschichtlichen Bedeutung der Flughäfen gefragt werden, prägen diese "Räume vom Fliegen" doch nicht nur Wirtschaft, Tourismus und Verkehr, sondern auch die Stadtentwicklung ganz erheblich.

BER im Zentrum

Buchstäblich im Mittelpunkt der Ausstellung steht der Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt selbst: Er war schon eine Berühmtheit, bevor das erste Flugzeug abhob.

Flugzeuge auf dem Vorfeld

Faszination Fliegen

Die Gestaltung der Ausstellung orientiert sich an flughafentypischen Elementen wie Piktogrammen, Security-Scannern, Duty-Free-Shops, Nutz- und Publikumsflächen oder dem klassischen "Flughafengelb" als Farbe. Die Faszination Fliegen wird sich in Corona-Zeiten vielleicht verändern, aber enden wird sie nicht.